Pflegekurse für Angehörige, Nachbarn und Freunde

Hygienestandards anno dazumal Foto: Bundesarchiv, Bild 183-92656-0002 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons Vergessen sie bitte die Hygienestandards von "anno dazumal". Halten Sie sich auf dem aktuellen Stand für die Pflege zuhause.

Wir bieten Ihnen Pflegekurse für Angehörige in Köln. Mit unseren Pflegekursen greifen wir auf über 25 Jahre Praxis in der ambulanten Pflege und unser Kölner Pflege Netzwerk zurück. Es steht die praktische Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund und nicht die graue Theorie.

Information und Prävention für den "Fall der Fälle" der Pflegebedürftigkeit zuhause ist das Ziel.

Es zeigt die Praxis, dass der Pflegefall zuhause plötzlich auftritt und die Angehörigen meist nicht darüber informiert sind, welche Hilfen und Leistungen sie in Anspruch nehmen können. Dann scheint guter Rat teuer.

CURA Pflegekurse und Schulungen für pflegende Angehörige Daher: Die Pflegeberatung und die Pflegekurse sind immer kostenlos und werden von uns in Kooperation mit den Pflegekassen angeboten.

1. Individuelle Pflegeberatung zuhause oder im Krankenhaus
(Deckt den Akutbedarf ab)

2. Pflegekurse und Beratung
(Prävention = Praktische Lebenshilfe, Tipps und Tricks)

Die Pflegekurse richten sich an Angehörige wie Familie, Freunde und Nachbarn, wie auch ehrenamtliche, kirchliche oder staatlich bestellte Betreuer und die Pflegeprofis kommen auch nicht zu kurz. Wir möchten all diejenigen ansprechen, die sich mit dem Thema Überleitung aus dem Krankenhaus oder der ambulanten Pflege zuhause beschäftigen.

Jeder kann sich, je nach seiner persönlichen Lebenssituation, Bedarf, Interessen und Fähigkeiten, für die Teilnahme an allen Kursen + Modulen sowie auch für Spezialkurse entscheiden. Unsere Pflegekurse und die Pflegkursmodule sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich.

Sie können sowohl mit einem spezifischen Pflegekurs beginnen, als auch quer in einen jeden der anderen Kurse einsteigen.

Wenn Sie lieber der Reihe nach vorgehen und eher präventiv denken, dann empfehlen wir Ihnen den:

Orientierungspflegekurs: Pflegebedürftigkeit – Was tun – Was nun?

Programm: (Kursdauer 90 min)

Pflegeberatungskurse früher und heute unterscheiden sich deutlich:

  • Ziel des Kurses (Wo, Wie, und Wann Sie können Sie Welche Hilfen erhalten?)
  • Klärung der Begrifflichkeiten - Wer ist pflegebedürftig?
  • Leistungen der Pflegeversicherung
  • Die Bürokratie und das Antragswesen
  • Finanzielle Unterstützung
  • Zusätzliche und weitere finanzielle Unterstützung sowie Hilfen wo? wie?
  • Weitere praktische Unterstützung und Hilfen wo? wie?
  • Themen der individuellen Beratung und andere Pflegeberatungskurse
Pflegeberatungskurse früher und heute unterscheiden sich deutlich Foto: Bundesarchiv, Bild 183-79217-0013 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Alle Kurse sind in Einheiten von 90 min eingeteilt.

Wir wissen, dass jede Pflege ob stationär, teilstationär oder ambulant der finanziellen Absicherung bedarf, damit diese dauerhaft gesichert ist.

Darum geht auch jeder Pflegekurs mit Modulen auf das „Wo, Wie, und Wann Sie können Sie Welche Hilfen erhalten?“, „Die Bürokratie und das Antragswesen“ sowie die Möglichkeiten zur „Finanziellen Unterstützung“ ein.

Die nachfolgenden Kurse führen wir in der Regel mit Gastdozenten aus dem jeweiligen Fachgebiet, aber auch in Kooperation mit unseren Partnern im Kölner Pflege Netzwerk.

Weitere Pflegekurse mit Modulen sind:

1. Pflegekurs: Pflegehilfsmittel

Beratung und Umgang mit Medikamenten Bundesarchiv, Bild 183-38640-0008 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons
  • Pflegehilfsmittel gezielt einsetzen und anwenden
  • Von der „Gehilfe(n)“ über das Pflegebett zum Treppenlift
  • Vom Einmalhandschuh, über die Bettschutzeinlage zu den Flächendesinfektionsmitteln
  • Hilfsmittel zur Alltagsgestaltung, technische Pflegehilfsmittel und wie funktionieren die Hilfsmittel
  • Hilfsmittel und Hilfsmittel, die durch die Spitzenverbände der deutschen Krankenkassen hinsichtlich Sicherheit und Qualität einen therapeutischen Nutzen erfüllen
  • Antrag, Rezept, medizinisches Gutachten und Bewilligung PG 54 und PG51

2. Pflegekurs: Entlastungsmöglichkeiten für Pflegepersonen

  • Zweiterkrankungen bei pflegenden Angehörigen vorbeugen.
  • Entstehung, Erkennungszeichen und Maßnahmen.
  • Es werden Grundkenntnisse in vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung von Folgeerkrankungen vermittelt.
  • Pflegebedingte Belastungen feststellen und Entlastungsmöglichkeiten für Pflegepersonen aufzeigen.
  • Körperliche Entlastungen wie Rückenschonendes Arbeiten, Tipps und Tricks bei der Grundpflege und Hygiene.
  • Psychosoziale Entlastungsmöglichkeiten.
  • Mit anderen Menschen in der gleichen Situation in Kontakt zu kommen und sich austauschen zu können.
  • Finanzielle und organisatorische Belastungen vermeiden.

3. Pflegekurs: Medikamentenmanagement

Laut einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bis zu 10 % aller Krankenhausaufenthalte auf unerwünschte Arzneimittelereignisse (UAE) zurück zu führen. Davon wäre ein großer Teil durch geeignete Maßnahmen vermeidbar. Jeder Arzt und jede deutsche Apotheke ist dazu in der Lage, gefährliche Wechselwirkungen zu erkennen, wenn sie einen vollständigen Überblick über alle Medikamente des Patienten hat. Dies ist jedoch sehr oft nicht der Fall. Gezieltes Medikamentenmanagement unter Einbeziehung des verschreibenden Arztes, der Apotheke und des Patienten respektive seinen Angehörigen kann wesentlich dazu beitragen, das unerwünschte Arzneimittelereignisse vermieden bzw. gar nicht erst auftreten können.

Im Kurs geht es um:

  • das richtige Führen eines Medikamentenplans, der Organistaion von Medikamenten inkl. Bestellung, Rezeptierung und Lieferung.
  • Sichere Medikamentenaufbewahrung.
  • Wie arbeiten Sie am besten mit Ihrer Apotheke zusammen? Was bietet diese?
  • Entsorgung, Überprüfung Verfallsdatum, Rezeptbesorgung, Dosierung, Blistern Wechselwirkungen, Nebenwirkungen, Interaktionen und Kontraindikationen.
  • Angst vor dem Beipackzettel?
  • Die Apotheke zwischen stationärer, teilstationärer und ambulanter Krankenpflege.
  • Chinesische oder traditionelle oder alternative Medizin oder Pharmazie.
  • Pflegehilfsmittel aus Ihrer Apotheke zu Ihnen nach Hause.

4. Pflegekurs: Rechtliche Grundlagen

  • Pflegestufen,
  • Beurteilung von s.g. Härtefällen,
  • Widerspruchsverfahren,
  • Ihre Rechte und Pflichten als Kassen- und Privatpatient,
  • Ihr Helfer der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK),
  • Vollmachten-Vorsorgevollmacht,
  • Pflegetagebuch,
  • Beschwerdemanagement,
  • Betreuungsverfügung,
  • Kontenvollmacht,
  • Entmündigung und Willkür in der Pflege,
  • Nachlassregelung und Gericht,
  • testamentarische Verfügung,
  • Erbpachtvertrag als Finanzierungsmöglichkeit der Pflegekosten.

5. Pflegekurs: Unterstützung durch Pflegeeinrichtungen

  • Es werden Möglichkeiten ambulanter, teilstationärer und stationärer Einrichtungen aufgezeigt.
  • Hausarzt und Facharzt sowie Gemeinschaftspraxen Strukturen und Zusammenspiel.
  • Krankenhäuser, Tageskliniken sowie Tagespflegeeinrichtungen, Hospize, Vereine und Selbsthilfegruppen.
  • Ärztehäuser stationär und ambulant.
  • Staatliche, gemeinnützige, kirchliche und private Alten- und Pflegeheime sowie Wohnstifte und Seniorenresidenzen.
  • Informationen über regionale Versorgungsstrukturen, Voraussetzungen für die Inanspruchnahme.
  • Welche Pflegeunterstützung Wann, Wie und Wo?

6. Pflegekurs: Alters- und Pflegeabgestimmte Ernährung

Alters- und Pflegeabgestimmte Ernährung Foto: Bundesarchiv, Bild 183-23912-0007 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons
  • Hilfen zu gesunder und gezielter Ernährung.
  • Bedeutung Ernährung-Alter-Krankheit, Ernährung des pflegebedürftigen Menschen, Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme, ernährungsbedingte Störungen.
  • (Wasser) Trinken, Flüssigkeitsbilanz und Austrocknen.
  • Umgang mit Diabetes Mellitus und anderen Stoffwechselerkrankungen.
  • Enterale und parenterale Ernährung (Physiologie der Verdauung).
  • Übergewicht, Diät und Vitamine im Alter.
  • Wo bekomme ich das Essen her, wenn ich nicht mehr selber kochen kann.
  • Wie regel ich das mit dem Einkauf.

7. Pflegekurs: Körperpflege und Mobilisation

  • Maßnahmen zur individuellen Körperpflege und Mobilisation, Durchführung der Körperhygiene inkl. Hygienemittel, Steigerung der Widerstandskraft, Abhärten gegenüber Krankheitserregern.
  • Hilfe beim Duschen, Baden und Waschen inkl. Hilfsmittel.
  • An- und Auskleiden sowie spezielle Kleidung.
  • Lagerung (Dekubitusprophylaxe) und Transfersituationen wie z.B. vom Bett ins Bad.
  • Es werden Pflegetechniken in Form von Tipps und Tricks für den Hausgebrauch vermittelt.

8. Pflegekurs: Beobachten des Pflegebedürftigen

  • Wahrnehmen und Beobachten des Pflegebedürftigen.
  • Erkenntnisse über das allgemeine Wohlbefinden.
  • Unmittelbares Erkennen von Veränderungen (Mimik, Gestik, Stimmung).
  • Förderung der Körperwahrnehmung, Sinnesreize, Massage, Anregung der Blutzirkulation.
  • Messtechniken für Körpertemperatur und Abweichungen für Körpertemperatur, Normwerte.
  • Ernährungs- und Flüssigkeitsbilanz.
  • Aus der Führung von Norton oder Braden Skalen aussagekräftige und praktisch verwertbare Beurteilung des Pflegerisikos erhalten.

9. Pflegekurs: Pflege Zu Hause und Optimierung Wohnungsumfeld

Die wenigsten Wohnungen sind so ausgestattet, dass sie den Lebens- und Wohnbedürfnissen im Alter oder bei Behinderung gerecht werden. Umbaumaßnahmen und Barrierefreiheit:

  • Eingangsbereich und Treppenhaus, Bad, Küche, Schlafzimmer, Garten, Terrasse und Balkone.
  • Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten der erforderlichen Maßnahmen inkl. Antragstellung und medizinischer Gutachten.
  • Qualitätssicherung und VOB Handwerksleistung.
  • Einfach umzusetzende Tipps und Tricks aus der Pflege Praxis Zu Hause.

Spezial Pflegekurse:

Für all diejenigen unter Ihnen, die sich bereits in einer besonderen Pflegesituation befinden und sich mit dem Thema vertiefend auseinander setzen möchten, empfehlen wir spezifische Pflegekurse, die wir zusammen mit unseren Partnern im Kölner Pflege Netzwerk anbieten

Spezial Pflegekurse Foto: Bundesarchiv, Bild 183-S0816-0336 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons Bei allen Kursen wird eine Einführung in das jeweilige Krankheitsbild, Erscheinungsformen und Möglichkeiten der Behandlung gegeben.

Neben der Vermittlung fachlicher Inhalte verfolgen wir für die Gruppe den Austausch untereinander, Kennenlernen von Unterstützungsmöglichkeiten und Entlastungsangeboten sowie die Bestärkung eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und bei der Pflege zu beachten.

Die Gesamtstundenzahl pro Kurs beträgt je nach Kurs 4 bis 6 Unterrichtseinheiten (1 Einheit beträgt 90 min)

  • Spezial Pflegekurs Pflege bei Betroffenen mit Demenz, Alzheimer
  • Spezial Pflegekurs Pflege bei Betroffenen mit multipler Sklerose
  • Spezial Pflegekurs Pflege bei Betroffenen mit Parkinson
  • Spezial Pflegekurs Pflege nach einem Schlaganfall
  • Spezial Pflegekurs Sterbebegleitung, Hospizarbeit
  • Spezial Pflegekurs Sturzvorbeugung